Die Damenabteilung

40 Jahre Damenabteilung

Im Jahre 2010 wurde die Damenabteilung des Heimfelder Schützenvereins 40 Jahre alt.
Obwohl 1968 im Bundesrat das Gesetz zur Gleichberechtigung verabschiedet wurde, war die Gründung dieser Gruppe zur damaligen Zeit ein Ereignis, welches sehr viel Aufsehen erregte.

Gesetzlich war der Weg zwar frei, aber der Widerstand im Verein war doch sehr groß. Es gab natürliche Hindernisse, in der Hauptsache bei älteren Mitgliedern. Aber die Hindernisse wurden überwunden. Die Mädels hatten im Verein zwei gute Fürsprecher, den damaligen 1. Vorsitzenden Erich Lünsmann und das Vorstandsmitglied Werner Albers. Um eine Damenabteilung zu bilden, bedarf es der Zustimmung der Generalversammlung. Die beiden Schützenbrüder wussten, dass es mit einem Aufnahmeantrag im Verein nicht getan war. Deshalb luden sie Barbara Eggert, Margarete Klensang, Karin Tilger und Ursel Böttcher zur Hauptversammlung ein und ließen den Antrag mündlich vortragen und darüber abstimmen. Die größten Gegner mochten sich in der offenen Abstimmung natürlich keine Blöße geben und stimmten zu.

Damit war die Damenabteilung 1970 gegründet. Bedingung war allerdings, dass sich die Damen den Schützen farblich in ihrer Uniform anglichen. Die Damen wählten als äußeres Zeichen eine graue Weste, der Farbe der Clubjacken der Schützen angepasst, eine weiße Bluse und einen schwarzen Rock.

Im sportlichen Schießen schlossen sich die Damen ganz den männlichen Bedingungen an.
1971 Vogelschießen: Sie schossen zum erstenmal auf den großen Vogel und eine Dame schoss den Schwanz ab. Die Stimmung war riesengroß. Seitdem ist es das Bestreben der Damen, beim Vogelschießen auf den großen Vogel, dieses edle Vogelteil abzuschießen.
1974 konnte die neue Damenabteilung ihren ersten großen Erfolg vermelden. Sie wurden Kreismeister mit dem Luftgewehr stehend Freihand.

Die Mitglieder der Damenabteilung nennen sich Elsen.
Der Name Else wurde von den Schützenbrüdern Hans-Heinrich Böttcher und Gert Eggert aus der Taufe gehoben, da es einfacher war, als sich so viele verschiedene Namen zu merken.
Die Damen übernahmen den Namen Else und als sichtbares Zeichen der Zugehörigkeit zur Damenabteilung gaben Sie sich die Elsennadel mit dem Nummern, Else 1, Else 2, Else 3 usw.

Im Jahre 1976 brachten die Schützenbrüder Günther Klensang und Werner Albers aus dem Urlaub im Tannheimer Tal eine geschnitzte Holzfigur mit.
Eine Pipi-Langstrumpf. Diese Holzfigur ist bis heute der begehrteste Wanderpokal der Damenabteilung und wird jedes Jahr beim Vogelschießen neu ausgeschossen. Seitdem ist diese Holzfigur als Elsenpokal sehr beliebt und zeichnet die Beste der Damenabteilung aus.

In den folgenden Jahren gingen die Mitgliederzahlen stetig bergauf. Es kamen die Elsen Sieglinde Focht, Waltraut Kassau, Ursula Klensang und Marianne Schümann hinzu und verstärkten die Gruppe erheblich. Als erster Damensprecher wurde der damalige 2. Sportwart Heino Selck gewählt. 1981 zählte der Verein schon 16 Damen. 1982 bei der Generalversammlung stellte der Damensprecher Heino Selck die Frage, wer die Einladung zur Generalversammlung verfasst hatte, denn er vermisste unter Punkt vier der Tagesordnung, „Bericht der Damengruppe“. Mit Entsetzen musste der damalige geschäftsführende Vorstand feststellen, dass dieses versäumt wurde. Mit einer Entschuldigung und einigen Flaschen Sekt wurde dieses Versäumnis bereinigt.

1982 gab sich die Damenabteilung eigene Richtlinien.

1984 zur Generalversammlung konnte der Vorstand den Posten eines Schriftführers nicht besetzen. Daraufhin sprach der damalige 1. Vorsitzende Erich Lünsmann ein paar mahnende Worte und sagte, dass für den Posten auch eine Dame in Frage käme. So kam es, dass 1984 Barbara Eggert als erste Dame in den geschäftsführenden Vorstand gewählt wurde.
In diesem Jahr (2010) zählte die Damenabteilung 24 Schützinnen.
Ein Jahr später folgte die zweite Dame in den Vorstand, Margrit Wendland als 2. Schriftführerin.

Die Elsen zeichnen sich durch große Aktivitäten aus. Sie sind im Vorstand vertreten, sind führend im Schießen auf Kreis- und Landesebene im Luftgewehr- und KK-Schießen, sowohl Freihand als auch Auflage. Mit steigendem Interesse nehmen sie an Rundenwettkämpfen und an Pokalschießen teil.

Mit Ursel Lünsmann stellten sie 2006 erstmalig einen weiblichen Heimfelder König und mit Sylvia Polley einen weiblichen Vizekönig sowie 2009 weibliche Adjutantinnen.

Zu den jährlich wiederkehrenden Aktivitäten zählen eine gemeinsame Ausfahrt im Herbst, Grillen mit dem jeweiligen König im Sommer, Besuch von Weihnachtsmärkten, Ausrichten einer Weihnachtsfeier sowie seit 2008 die Teilnahme am Schlagermove.

Zum Training oder zum ‚Schießen nur so aus Spaß’ treffen sich die Damen immer am Dienstag um 19.00 Uhr.
Manchmal wird auch nur geklönt oder die nächste Aktivität geplant.

Zur Jubiläumsfeier veranstalteten die Elsen am Sonnabend den 18. Sept. 2010 ein internes Schießen mit anschließender Kaffeetafel. Abends wurden die Partner zu einem gemütlichen Beisammensein zu einem kalt-/warmen Buffet eingeladen und der Tag klang gemütlich aus.
Zu diesem Anlass übergibt der 1. Vorsitzende Karlheinz Schneider einen Zinnbecher, gespendet von Dimos Papadimitriou, der beim Vogelschießen als Wanderpokal ausgeschossen werden soll.

Der aktuelle Vorstand der Damenabteilung

Damensprecherin

Schriftführerin

Gaby Wulf

Kassiererin